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Bergbau in Sachsen
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Bergbau in Sachsen

Sachsen ist Bergbauland. Die Säulen des Gewinnungsbergbaus in Sachsen sind heute vier Braunkohlentagebaue und nahezu 300 Gewinnungsbetriebe auf Steine und Erden. Die Gewinnung von Erdwärme als Bodenschatz hat zunehmend Bedeutung.

Der sächsische Bergbau blickt mit mehreren Projekten zu Erkundungen sowie der Vorbereitung der Gewinnung von Erz- und Spatvorkommen in die Zukunft. Der Freistaat Sachsen stellt sich der Aufgabe der Stärkung des Bergbaus mit einer eigenen Rohstoffstrategie.   

Der Bergbau der älteren und jüngeren Vergangenheit ist in vielen Regionen des Freistaates Sachsen heute noch gegenwärtig. Der ehemalige Wismut-Bergbau und der nicht privatisierungsfähige Braunkohlenbergbau der ehemaligen DDR sind heute die größten europäischen Sanierungsbaustellen der Branche.

Der Bergbau auf dem Gebiet des Freistaates Sachsen prägt seit nahezu 850 Jahren das Land und die Menschen. Von Bedeutung waren insbesondere die einzelnen Perioden intensiven Bergbaus, im Volksmund genannt: Berggeschrey. Von den mehreren tausend Grubenbauen des alten Erzbergbaus gehen jährlich etwa 200 Schadensereignisse aus.

Vom Bergbau in Sachsen gingen immer wieder technische, wissenschaftliche, rechtliche und organisatorische Innovationen aus, die weit über die heutigen Landesgrenzen hinaus die Entwicklung des Bergwesens prägten.

 

Dienstgebäude des Sächsischen Oberbergamtes, Kirchgasse 11 in Freiberg

Das Sächsische Oberbergamt

Das Sächsische Oberbergamt nimmt für den Freistaat Sachsen die Bergaufsicht auf Grundlage von Bundes- und Landesgesetzen wahr. Die Aufsicht schließt den Vollzug des Bundesberggesetzes und der aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften ein.

Abraumvorschnitt im Tagebau Vereinigtes Schleenhain (Bild: Rainer Weisflog/MIBRAG mbH)

Aktiver Bergbau

Der Freistaat Sachsen erlebt wieder eine Phase der Erkunung seiner Erz- und Spatlagerstätten. Nach dem Einbruch der meisten Aktivitäten zur Finanzkrise im Jahr 2008 steht Sachsen sowohl national als auch international erneut im Blickfeld von Bergbauunternehmen und Bergbauinvestoren.

Baugrundvergütung mittels Rüttelstopfverdichtung für die künftige schiffbare Verbindung zwischen Zwenkauer und Cospudener See (Bild: LMBV)

Sanierungsbergbau

Der Freistaat Sachsen hatte sich nach der deutschen Wiedervereinigung mit der Sanierung bergbaubedingter Umweltschäden als Hinterlassenschaften der sozialistischen Staatswirtschaft großen Herausforderungen gestellt.

Kaiser-Heinrich-Schacht bei Marienberg (Erzgebirgskreis) während der Arbeiten zur Gefahrenabwehr aus dem Altbergbau (Bild: Steve Müller)

Altbergbau

Der sächsische Altbergbau hat über Jahrhunderte hinweg nachhaltige Spuren auf und vor allem unter der Erdoberfläche hinterlassen. In weiten Teilen des Freistaates Sachsen gibt es unterirdische Hohlräume, die vom Jahrhunderte währenden Bergbau stammen.