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Gewinnung von Braunkohle

Der heimischen Braunkohle kommt durch die Entwicklungen auf dem Weltmarkt im Bereich der Energierohstoffe, insbesondere bei Erdöl und Erdgas, eine große Bedeutung zu. Besonders die regionale Verfügbarkeit, der günstige Preis im Vergleich zu anderen Energieträgern und die Bedeutung für den regionalen Arbeitsmarkt machen sie unverzichtbar. Mit der Braunkohle ist eine subventionsfreie und grundlastfähige Stromerzeugung möglich. Deutschland stützt sich bei der primären Energiegewinnung zu etwa 40 Prozent auf den Rohstoff. Der Freistaat Sachsen verfügt über wesentliche Anteile am Lausitzer und am Mitteldeutschen Braunkohlenrevier und gehört zu den bedeutenden Förderländern im Bundesgebiet. Neben der Verstromung ist künftig auch die stoffliche Veredelung zu hochwertigen Syntheseprodukten wie Treibstoffen und chemischen Erzeugnissen zu erwarten. Wichtige Grundlage für die Braunkohlentagebaue ist neben dem gesicherten Absatz die genehmigungsrechtliche Sicherheit für einen langfristigen Weiterbetrieb.

Rund 13 Mrd. Tonnen Braunkohle lagern zwischen Elbe und Neiße im Osten Deutschlands. Davon befindet sich ein größerer Anteil in den Lausitzer Abbaufeldern der Vattenfall Europe Mining AG, dem drittgrößten Stromproduzenten in Deutschland. In den sächsischen Tagebauen Nochten und Reichwalde fördert das Unternehmen derzeit etwa 30 Mio. Tonnen Braunkohle im Jahr (Stand: 2015). Die Tagebaue versorgen über Transportbänder kontinuierlich das Kraftwerk Boxberg. Bei Volllastbetrieb benötigt das Kraftwerk derzeit täglich rund 50.000 Tonnen Rohbraunkohle.

Die Braunkohlenlagerstätten im Mitteldeutschen Revier umfassen etwa 10 Mrd. Tonnen geologischer Vorräte. Im Tagebau Vereinigtes Schleenhain fördert die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) derzeit jährlich etwa 10 Mio. Tonnen Braunkohle (Stand: 2015). Die langfristige Absatzsicherheit ist durch den Verbund des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain mit dem Braunkohlenkraftwerk Lippendorf gegeben.

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